Bernhard Grzimek Schule

Grundschule in Berlin-Lichtenberg

Sinusprojekt: Mathematik besser und anders

SINUS-Transfer-Modellschule

Schon seit dem Schuljahr 2009/2010 sind wir SINUS-Transfer-Modellschule. SINUS steht für „Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“. Die Grundschule als Schule für alle Kinder soll ein Fundament schaffen, auf dem das Lernen im weiteren Leben aufbauen und gelingen kann. Dazu gehört auch, Interesse für Mathematik und Naturwissenschaften anzuregen und wirkungsvoll zu fördern. Ziel des BLK-Modellversuchs ist die Entwicklung eines kompetenzorientierten Mathematikunterrichts. Das im Rahmenplan und in den Bildungsstandards beschriebene Grundwissen soll flexibel und in vielfältigen Zusammenhängen angewendet werden können. Angestrebt wird ein höheres Niveau der naturwissenschaftlichen und mathematischen Kompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern.

Woran wir arbeiten

Unser Vorhaben ist es, bis Juli 2013 aus der vorhandenen mobilen Lernwerkstatt eine feste Lernwerkstatt zur Mathematik mit dem Schwerpunkt „Bauen und Konstruieren“ zu etablieren. Die hierfür eingerichtete Steuergruppe besteht aus Frau Künzel, Frau Jentsch, Frau Gey, Frau Näther, Frau Rudolph (Mutter), Frau Greilich, Herrn Eichhöfer und Frau Ull. Die Steuergruppe lässt sich von anderen Schulen, die bereits Werkstätten eingerichtet haben, beraten, trifft sich regelmäßig zur Absprache und Materialzusammenstellung und nimmt an speziellen SINUS-Fortbildungen teil. Die Mathematik-Werkstatt wird derzeit möbliert und ausgestattet; eine Projektwoche soll der schulweiten Etablierung der „Themenkisten“ dienen. Eine besondere und wertvolle Ergänzung erfährt (nicht nur) der Mathematikunterricht an unserer Schule durch die Teilnahme am Fortbildungsprojekt „Mathe sicher können“ mit dem Schwerpunkt „Lernförderliche Unterrichtsstrukturen“ der Freien Universität Berlin, gefördert von der Deutschen Telekom-Stiftung. Dieses Fortbildungsprojekt hat zum Ziel, einen hohen Grad an Transparenz bei den (Lehrer-)Erwartungen bezüglich des Verhältnisses von Alltagsdenken und mathematischem Denken herzustellen. Damit wollen wir insbesondere Schüler/innen aus eher sog. „bildungsfernen“ Familien erreichen - Sprache und Sprachmuster spielen hier eine sehr große Rolle. „Ein Grundpfeiler ist hierbei einerseits die Einbeziehung des Alltagsdenkens der Schüler, jedoch auch dessen klaren Abgrenzung gegenüber mathematischen Denkweisen. So zielen wir darauf, Lehrer dabei zu unterstützen, ihren Schülern einen nachvollziehbaren Erwartungshorizont aufzuzeigen und ihnen somit zu ermöglichen, ihre Fähigkeiten in den Mathematikunterricht einzubringen.“ (http://www.mathe-sicher-koennen.de/front_content.php?idcat=499&lang=14; hier auch weitere Informationen).

Was ist eine „gute Aufgabe“ im Sinne von Sinus?

Ein kompetenzorientierter Unterricht erfordert eine veränderte Unterrichts- und Aufgabenkultur. Damit jedes Kind seine individuellen Kompetenzen einbringen und steigern kann, gibt es für „gute Aufgaben “ diese Kriterien: - Sie ermöglicht Lernen in Sinnzusammenhängen - Sie fördert die allgemeinen mathematischen Kompetenzen (Problemlösen, Argumentieren, Kommunizieren, Darstellen, Modellieren) - Sie verfügt über eine niedrige Eingangsschwelle - Sie ermöglicht Entdeckungen auf verschiedenen Niveaus (Differenzierung) - Sie ist ausbaufähig für die leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler - Sie fördert soziale Prozesse und die Kommunikation untereinander - Sie ist mit verträglichem Aufwand im Schulalltag leistbar. Die bisherige Unterrichtskultur verändert sich zu Lernumgebungen, die solche Aufgaben bündelt, mit denen die allgemeinen mathematischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden können.

Lehrkräfte als Schlüssel zur Qualitätsverbesserung

Eine herausragende Rolle im Projekt SINUS spielt die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften, denn gemeinsam lassen sich Unterrichtsveränderungen besser planen, umsetzen und beurteilen. In Schulverbünden, den Sets, entwickeln Lehrerinnen und Lehrer unter wissenschaftlicher Begleitung ihre Unterrichtsmethodik weiter. Reflexion und Evaluation des eigenen Unterrichts sind zentrale Elemente. Die Schulsets werden von Koordinatorinnen und Koordinatoren betreut, die eng auf Länder- und Bundesebene zusammenarbeiteten. Unsere Setteilnehmerinnen sind Frau Ull und Frau Gey.

Erfolgreiches Verbreiten

Das SINUS-Programm gilt inzwischen als Referenzprogramm. Das weitere Ziel ist es, den SINUS-Ansatz flächendeckendend zu verbreiten.

Weitere Infos unter:

Zuletzt geändert: 2012/11/21